"Maßhalten"

22.07.2025

Suchpräventionsprojekt in den 8. Klassen

In der vergangenen Woche nahmen alle 8. Klassen unserer Schule am Präventionsprojekt „Maßhalten“ teil, das sich dem wichtigen Thema der Suchtvorbeugung widmete. Ziel des Projekts war es, Schülerinnen und Schüler für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Konsumverhalten zu sensibilisieren und sie darin zu stärken, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und konstruktiv mit ihnen umzugehen.

Durchgeführt wurde das Projekt von einem Team bestehend aus der Sozialpädagogin Christl Gastager, dem Schulpsychologen Dr. Ferdinand Regner sowie dem Beauftragten für Suchtprävention Bernhard Seitlinger. In enger Zusammenarbeit mit den Klassenleitungen gestalteten sie abwechslungsreiche und interaktive Einheiten, die auf die Lebenswelt der Jugendlichen zugeschnitten waren.

Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen wie: Was bedeutet Maßhalten im Alltag? Welche Gefahren birgt ein unreflektierter Konsum von Alkohol, Nikotin oder digitalen Medien? und Wie kann ich meine persönlichen Grenzen erkennen und verteidigen? Anhand von Gruppenarbeiten, Diskussionen, praktischen Übungen sowie kreativen Rollenspielen setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit diesen Themen auseinander.

Besonders eindrucksvoll war die Durchführung der Rollenspiele „Firewall“ und „Lebenstank“:

Beim Rollenspiel „Firewall“ und „Lebenstank“ stellten die Jugendlichen symbolisch eine schützende Barriere (wie eine Computer-Firewall) um sich selbst dar, die helfen soll, schädliche Einflüsse – etwa Gruppendruck, riskantes Verhalten oder ungesunde Konsummuster – abzuwehren.



Bausteine für ein erfülltes Leben
Bausteine für ein erfülltes Leben

Auf Plakaten visualisierten die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen „Lebenstank“: Was füllt mich auf? (z. B. Freundschaften, Sport, Musik, Erfolge) – und was leert mich aus? (z. B. Stress, Konflikte, Leistungsdruck, übermäßiger Medienkonsum). Ziel war es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was ihnen guttut und wo sie auf sich selbst achten müssen. In anschließenden Gesprächen wurde erarbeitet, wie man seinen Lebenstank bewusst „auftanken“ kann, um langfristig psychisch gesund und ausgeglichen zu bleiben.

Die Jugendlichen beteiligten sich engagiert und reflektiert an den Einheiten. Viele nutzten die Gelegenheit, persönliche Erfahrungen einzubringen und voneinander zu lernen. Die ehrliche und offene Atmosphäre trug dazu bei, dass die Inhalte nicht nur kognitiv, sondern auch emotional wirksam wurden.

Sowohl von Seiten der Schülerinnen und Schüler als auch von den Lehrkräften fiel das Feedback durchweg positiv aus. Das Projekt wurde als praxisnah, lebensrelevant und motivierend empfunden. Es leistete einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der individuellen Handlungskompetenz im Umgang mit Konsumangeboten und alltäglichen Herausforderungen.

Das Präventionsprojekt „Maßhalten“ ist damit ein wertvoller Bestandteil unseres schulischen Engagements zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung – und soll auch in den kommenden Jahren fester Bestandteil unseres Schulprogramms bleiben.

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